GHK-Cu
Kupfer-Tripeptid aus humanem Plasma
Ein natürlich vorkommendes Tripeptid, das Kupfer(II) bindet und dessen Konzentration im Plasma mit dem Alter sinkt. Seit den 1970er Jahren in Zellkultur und Tiermodell untersucht, in der Hautforschung besonders gut dokumentiert.
Gly-His-Lys · Cu(II)
Auf einen Blick
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Ein Peptid, das ein Metall trägt
GHK bindet Kupfer(II) mit hoher Affinität und bildet einen blauvioletten Komplex. Damit ist es ein Modell dafür, wie Peptide Metallionen transportieren und gezielt an Zellen abgeben können.
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Konzentration sinkt mit dem Alter
Im Plasma junger Erwachsener liegt GHK bei etwa 200 ng/ml, mit 60 Jahren bei rund 80 ng/ml. Dieser Abfall ist einer der Gründe, warum das Peptid in der Alternsforschung untersucht wird.
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Genexpression im großen Maßstab
In Datenbank-Analysen (Connectivity Map) veränderte GHK-Cu die Expression von rund einem Drittel der untersuchten humanen Gene. Solche breiten Effekte sind für ein so kleines Molekül ungewöhnlich und Gegenstand laufender Forschung.
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Gut dokumentiert in der Hautforschung
GHK-Cu ist eines der wenigen Forschungspeptide, zu dem auch kontrollierte Studien am Menschen existieren, allerdings in topischer Anwendung in Kosmetika. Diese Daten sind nicht auf andere Anwendungsformen übertragbar.
Forschungsfelder
- Kupfertransport und Metallbindung
- Kollagen- und Matrixbiologie
- Hautalterung und Wundmodelle
- Antioxidative Enzyme
- Genexpressionsstudien
Was es ist
GHK ist eines der kleinsten Peptide mit eigener Biologie: nur drei Aminosäuren, Glycin, Histidin, Lysin. Der Histidin-Rest bindet Kupfer(II) und bildet den namensgebenden Komplex GHK-Cu. Das Peptid entsteht im Körper unter anderem beim Abbau von Kollagen und anderen Matrixproteinen, es ist also ein Signal dafür, dass Gewebe umgebaut wird.
Was es besonders macht
Zwei Dinge. Erstens der Metallkomplex: GHK-Cu ist eines der wenigen Forschungspeptide, das nicht nur mit einem Rezeptor interagiert, sondern selbst ein Metallion trägt und abgibt. Kupfer ist Cofaktor zahlreicher Enzyme, etwa der Lysyloxidase für die Kollagenvernetzung oder der Superoxiddismutase.
Zweitens die Datenlage zur Genexpression. Pickart und Margolina haben GHK-Cu mit dem Connectivity-Map-Datensatz des Broad Institute abgeglichen und dabei breite Effekte auf Gene gefunden, die mit Geweberegeneration, DNA-Reparatur und antioxidativen Systemen zusammenhängen. Solche Datenbankbefunde sind Hypothesengeneratoren, keine Wirknachweise, aber sie erklären das breite Interesse.
Was die Studien sagen
Die Übersicht von Pickart und Margolina (2018) fasst fünf Jahrzehnte Forschung zusammen: In Zellkultur fördert GHK-Cu die Synthese von Kollagen, Elastin und Glykosaminoglykanen, in Tiermodellen werden Effekte auf Wundheilung beschrieben. Beim Menschen ist die topische Anwendung in Kosmetika untersucht, mit Effekten auf Hautdichte und Faltentiefe. Die Autoren sind zugleich Entwickler des Peptids, was bei der Bewertung berücksichtigt werden sollte.
Evidenzlage
Präklinisch: umfangreich. Klinisch: begrenzt, nur topisch. GHK-Cu ist das am längsten untersuchte Peptid in unserem Sortiment. Die Humandaten betreffen ausschließlich kosmetische Hautanwendungen und sagen nichts über andere Formen aus.
Forschungsstatus
GHK-Cu ist als kosmetischer Inhaltsstoff verbreitet, aber nicht als Arzneimittel zugelassen. PURA LABS liefert GHK-Cu als Reinsubstanz ausschließlich für Forschungszwecke, nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier.